Saubere Narkosen am Uniklinikum Erlangen

 

📍 Erlangen

🕙 2025

🌎 794,4 t CO2ä pro Jahr

Dr. Christopher Schmitt, Foto: Michael Rabenstein / UK Erlangen

Kurzbeschreibung

Das Uniklinikum Erlangen möchte seine Operationen nachhaltiger gestalten. Dazu nahm das Team um Dr. Roland Francis und Dr. Christopher Schmitt  zunächst die Anästhesie in den Blick.

Mit Förderung durch unseren Klimafonds wurden die Voraussetzungen geschaffen, um standardmäßig ohne Narkosegase zu arbeiten und Propofol* mittels total-intravenöser Anästhesie einzusetzen, konkret wurden TIVA Spritzenpumpen, Halterungen sowie Erstellungen und Erweiterungen der nötigen Medikamentenbibliotheken beschafft. Die konkreten Schritte der Uniklinik im Einzelnen:

1. Vollständiger Verzicht auf Desfluran (das klimaschädlichste Narkosegas)

2. Beschränkung auf Sevofluran

3. Reduktion des Sevoflurans durch Minimal/Metabolic-Flow-Frischgasfluss (Einführung eines Standards und Schulung aller Mitarbeiter der Anästhesie)

4. Standardmäßige Einführung der Total Intravenösen Anästhesie (TIVA) mittels Propofol (weitere Reduktion von Sevofluran, das nur noch eingesetzt wird, wenn sich Vorteile für Patient oder Operation daraus ergeben)

5. Konsequentes Ausstecken der energieintensiven Absauganlage bei Operationen ohne Narkosegase, auch durch Anbringen von Hinweisaufklebern zur Erinnerung der Mitarbeiter

Nachdem diese Schritte nun rund ein Jahr zurückliegen, kann festgestellt werden, dass die Einsparerwartung (ca. 800 t CO2ä pro Jahr) mit 794,4 t jährlicher Einsparung an CO2-Äquivalenten tatsächlich erreicht wurde. In Erwartung einer mindestens zehnjährigen Laufzeit der medizinischen Geräte werden somit 7.944 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Übrigens, Äquivalente deswegen, weil im Falle der Narkosegase nicht das Gas CO2, sondern andere treibhauswirksame Gase vermieden werden, die man aber in ihrer Wirkung in CO2-Äquivalente umrechnen kann. Für die Vergleichbarkeit ist das wichtig. 

*Das Uniklinikum Erlangen hat sich trotz der umweltschädlichen Risiken für Propofol entschieden, weil auf die korrekte Entsorgung geachtet wird und in Erlangen die vierte Reinigungsstufe der Kläranlage gebaut wird, mit der Alkylphenole größtenteils gefiltert werden können.

Wirkungen

 Klimaschutz: vermeidet jährlich klimaschädliche Emissionen

 Energieeinsparung: reduziert den laufenden Energieverbrauch des Klinikums

 Vorbildfunktion: zeigt anderen Kliniken, was möglich ist

Spende hier

für weitere Projekte in anderen Kliniken

Kontaktformular

4 + 13 =

Bleibe informiert über neue Entwicklungen

folge uns in den sozialen Netzwerken

Cookie Consent mit Real Cookie Banner